Pressemitteilung: FDP-Fraktion für Neubau der Großen Pflugfelder Brücke

Die Große Pflugfelder Brücke

Die in der KWZ vom 26.06.2019 veröffentlichten Informationen einer Machbarkeitsstudie für den Neubau der Großen Pflugfelder Brücke sind in der Kornwestheimer FDP und bei den drei frisch gewählten Stadträte Andreas Schantz, Ender Engin und Marcel Demirok auf ein positives Echo gestoßen. Dabei stützen sich die Liberalen zusätzlich auf den fachkundigen Rat ihres Parteimitglieds Martin Romberg, einem zeitweise weltweit tätigen Brückenbauingenieur vom renommierten Stuttgarter Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner. Nach Bekanntwerden der hohen Sanierungskosten im vergangenen Jahr haben Romberg und Leonhardt, Andrä und Partner die Verwaltung auf die Alternative eines Brückenneubaus und die dafür beantragbaren Zuschüsse des Bundes hingewiesen.

Die Vorteile eines Neubaus liegen für die Freien Demokraten nach derzeitigem Kenntnisstand auf der Hand: Ermöglichung einer Verbreiterung der Brücke für Fuß- und Radweg sowie Autoverkehr, geringere Verkehrseinschränkung während der Bauzeit, längere Lebensdauer (100 Jahre bei Neubau statt 25 Jahre bei Sanierung) mit den damit verbundenen geringeren Folgekosten und ein bis zu 50%iger Zuschuss des Bundes zu den reinen Baukosten. Romberg gab allerdings zu bedenken, dass die Kosten für den Neubau natürlich auch von der Breite der neuen Brücke abhängen und hier ein ausgewogenes Kosten-Nutzenverhältnis anzustreben ist. Zudem verursacht auch ein Brückenneubau wiederkehrende Instandhaltungskosten (z.B. für die Erneuerung des Fahrbahnbelags), die allerdings wesentlich niedriger ausfallen als nach der Sanierung der bestehenden Brücke. Ein weiteres wichtiges Argument laut Romberg: „Die Kosten für einen Neubau sind besser abzuschätzen und zu begrenzen als die erfahrungsgemäß nicht vollständig kalkulierbaren Sanierungskosten. Letztere führen in der Praxis häufig zu nicht unerheblichen Kostensteigerungen“.

Ein kurzes Rechenbeispiel beweist den Kostenvorteil eines Brückenneubaus (Lebensdauer 100 Jahre) im Vergleich zu einer Brückensanierung (Lebensdauer 25 Jahre) ohne Berücksichtigung der Instandhaltungskosten: Bei EUR 18 Mio. Gesamtkosten für einen Brückenneubau ergeben sich EUR 0,18 Mio. pro Lebensjahr. Sollten bis zu EUR 5,5 Mio. Bundeszuschuss beim Neubau fließen, reduziert sich dieser Betrag auf unter EUR 0,13 Mio. jährlich. Die Sanierungskosten von EUR 7,5 Mio. verteilt auf 25 Jahre liegen mit EUR 0,30 Mio. mehr als doppelt so hoch. Und was geschieht nach 25 Jahren?

Deshalb begrüßen die Kornwestheimer Freien Demokraten und die FDP-Fraktion grundsätzlich das von Bürgermeister Daniel Güthler angestoßene Neubauprojekt. Aber: „Eine endgültige Entscheidung kann selbstverständlich erst nach Vorlage aller Fakten getroffen werden“ betonen die drei FDP-Stadträte.

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